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Austausch mit Joschka Knuth zu Tierwohl und Lebensmittelsicherheit

Pressemitteilung vom
Im Gespräch mit Joschka Knuth, dem Landtagsabgeordneten und verbraucherpolitischen Sprecher der Grünen in Schleswig-Holstein, haben wir unsere aktuellen Schwerpunkt-Themen und Initiativen zu Ernährung und Lebensmitteln vorgestellt.
Junge Frau in einem Beratungsraum der Verbraucherzentrale

Beratung Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein

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Lebensmittel sind Vertrauenssache. Um sichere und hochwertige Produkte einkaufen zu können, sind Verbraucher auf Transparenz in der Herstellung und eine verlässliche Kennzeichnung im Handel angewiesen. Auf diese Aspekte legten Stefan Bock, Vorstand der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, und Selvihan Koç, Leiterin des Referates Lebensmittel und Ernährung, den Schwerpunkt bei ihrem Austausch mit dem Grünen-Landtagsabgeordneten Joschka Knuth per Video-Chat. Die Verbraucherschützer warben unter anderem für die Einführung eines staatlichen Tierwohl-Labels. „Beim Einkauf von Fleisch legen Verbraucher zunehmend Wert auf verlässliche Informationen über die Herkunft und die Haltung der Tiere“, so Selvihan Koç. „Politische Entscheider müssen zudem Planungssicherheit für Landwirte schaffen, damit sie hochwertige Produkte anbieten und vermarkten können“, sagte Stefan Bock. Joschka Knuth unterstützte diese Aspekte und fügte hinzu: „Ich stimme damit überein, dass in diesem Zuge der gesetzliche Mindeststandard in der Tierhaltung angehoben werden muss“.

Nährwert-Ampel und Lebensmittelsicherheit

Auch für die Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher spielt die Kennzeichnung von Lebensmitteln eine wichtige Rolle. Deshalb setzt sich die Verbraucherzentrale für ein europaweit einheitliches System der farblichen Nährwert-Kennzeichnung ein, den sogenannten Nutriscore. Dieser soll es für Verbraucher beim Einkauf leichter machen, Produkte mit hohem Gehalt an Zucker, Fett und Salz auf einen Blick zu erkennen. „Einheitlichkeit und Transparenz sind beim Thema Lebensmittelsicherheit besonders wichtig, auch und gerade zu Krisenzeiten“, so Stefan Bock. Selvihan Koç fügte hinzu: „Ausnahmeregelungen für die Sicherung der Lebensmittelversorgung soll es geben, aber nur so lange die Lebensmittelsicherheit nicht kompromittiert wird“. Joschka Knuth und die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein sind sich einig: „Freiwillige Selbstverpflichtungen bringen uns nicht weiter und sind keine Hilfe für den Verbraucherschutz“.
 

Hände ziehen an einem Seil

Wir setzen uns für Sie ein!

Wir kämpfen für Ihre Rechte und Interessen. Dazu pflegen wir einen intensiven Austausch mit politischen Entscheidern, bringen Stellungnahmen und Initiativen ein. Wir beobachten mit den anderen Verbraucherzentralen das Verhalten von Unternehmen und gehen gemeinsam gegen Rechtsverstöße vor.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
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Beitragssteigerung bei privater Krankenversicherung: Was nun?

Viele privat Krankenversicherte waren in letzter Zeit von deutlichen Beitragserhöhungen betroffen. Wir zeigen Wege, wie Sie auf einen solchen Bescheid reagieren, wo Sie eventuell Geld sparen können und nennen die jeweiligen Vor- und Nachteile.
Sparschwein steht auf Münzen vor Notizblock und Taschenrechner

Musterfeststellungsklage gegen Sparkasse Märkisch-Oderland

Die Sparkasse Märkisch-Oderland hat vielen Prämiensparern nach Ansicht der Verbraucherzentrale jahrelang zu wenig Zinsen gezahlt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) klagt deshalb gegen die Sparkasse. Am 26. Februar 2025 urteilte das Brandenburgische Oberlandesgericht. Um höhere Nachzahlungen für die Betroffenen zu erwirken, geht der vzbv nun vor den Bundesgerichtshof (BGH).
Hände mit Geldbörse und Taschenrechner von Rechnungen

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2. Dezember 2021: Kunden:innen der GASAG in der Grund- oder Ersatzversorgung mit Gas zahlten vor diesem Datum 6,68 Cent pro Kilowattstunde. All jene Verbraucher:innen, bei denen der Belieferungsbeginn zwischen dem 2. Dezember 2021 und dem 30. April 2022 lag, zahlten mehr als 18 Cent. Der Tarif für Bestandskund:innen blieb wesentlich günstiger. Davon betroffen sind zehntausende Verbraucher:innen. Für sie kann sich der Preisunterschied schnell auf hunderte von Euro summieren und existenzbedrohend sein. Der vzbv hält das „Zweiklassensystem“ der GASAG für unrechtmäßig und will mit der eingereichten Musterfeststellungsklage den Betroffenen helfen.