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Mieterstrom „smart nutzen“

Stand:
Mieterstrom „smart nutzen“ heißt für einen Haushalt, möglichst viel des am Gebäude erzeugten Solarstroms zu verbrauchen, um höhere Einsparungen zu erhalten.
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Ein hoher Eigenverbrauch des Mieterstroms führt zu geringeren Stromkosten.

Mieterstrom „smart nutzen“ bedeutet für einen Haushalt, möglichst viel des am Gebäude erzeugten Solarstroms zu verbrauchen. Je größer die Deckung des Gesamtverbrauchs durch den erzeugten Solarstrom ist, umso höhere Einsparungen sind zu realisieren. Dieser Deckungsgrad ist auch als Autarkiegrad bekannt. „Smarte Nutzung“ von Mieterstrom kann sich somit auszahlen. So kann man unter bestimmten Voraussetzungen den Autarkiegrad erhöhen und mehr Solarstrom verbrauchen. Wichtig ist dabei, dass auch die Mieter vom optimierten Verbrauchsverhalten profitieren. Der Vermieter oder Mieterstromanbieter muss also den höheren Eigenverbrauch über den kalkulierten Vollversorgungsstrompreis honorieren oder zwei getrennte Strompreise für die Versorgung aus dem öffentlichen Netz und dem lokalen PV-Strom anbieten. Das führt beim Mieterstrom zu sinkenden Stromkosten, da der Arbeitspreis des Solarstromtarifs für die geringen Kosten verantwortlich ist.

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Geht man beispielsweise von einem Haushalt mit vier Personen aus, der Strom aus einer Photovoltaikanlage bezieht, veranschaulicht die unten aufgeführte Abbildung die PV-Stromerzeugung, den damit zusammenhängenden Eigenverbrauch und den insgesamt anfallenden Stromverbrauch.

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Lastprofil Vier-Personenhaushalt und Erzeugungsprofil fünf kW PV-Anlage:

Die Photovoltaikanlage erreicht ihre Spitzenleistung gegen Mittag. Der allgemeine Stromverbrauch des Haushalts findet zu großen Teilen aber außerhalb der PV-Erzeugungszeiten statt. Eine Verschiebung des Verbrauchs in die Erzeugungszeiten der Photovoltaikanlage führt zu einer Erhöhung des Autarkiegrads und somit zu günstigeren Gesamtkosten des Mieterstroms. Mögliche Maßnahmen für eine solche Umsetzung wären:

Dass sich diese Maßnahmen immer rechnen, lässt sich jedoch nicht pauschal sagen. Vor allem aktuelle Batteriespeicher sind erfahrungsgemäß meistens nicht wirtschaftlich umsetzbar. Zudem sind viele Mieterstromverträge so geregelt, dass sie einem prozentualen Verteilungsschlüssel unterliegen. Damit können auch Mitbewohner einer Immobilie, die aufgrund ihrer Tätigkeiten nicht so viel Solarstrom verbrauchen, von dem Modell profitieren. Dagegen würden sich die oben genannten Maßnahmen wie der Einsatz von Batteriespeicher bzw. Solarstromspeicher oder Smart Meter eher auf alle Mieterstromabnehmer auswirken. Wenn sich alle betroffenen Parteien an den aufgeführten Maßnahmen beteiligen, entsteht der größtmögliche Nutzen.

Hand auf einem Heizkörper

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